Es reicht!
Ein Beitrag zum Themengebiet Selbstverteidigung, geschrieben am 29. November 2008 von M.MaurerHier dokumentieren wir beispielhaft wie sich Betroffene gegen den alltäglichen Rechtsbruch der staatlichen Armutsvollstreckungsbehörden wehren. Es wird Zeit das sich die Betroffenen des Landkreises Teltow-Fläming in gleicher Weise wehren.
An die Staatsanwaltschaft Hagen
Hagen, 31.10.2008
Lenzmannstraße 16 - 22
58095 Hagen
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erstatten die Unterzeichner
Strafanzeige wegen Rechtsbeugung (§ 339 StGB) und möglicherweise anderer strafrechtlich relevanter Handlungen
gegen
- - Herrn Peter Demnitz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen;
- - Herrn Dr. Christian Schmidt, Sozialdezernent und 1. Beigeordneter der Stadt Hagen;
- - Herrn Gerd Steuber, Amtsleiter des Amtes für Jugend und Soziales der Stadt Hagen;
- - Herrn Hans-G. Rumberg, Geschäftsführer der ARGE Hagen von 2005 bis April 2008;
- - Frau Küper, Interimsleiterin der ARGE Hagen von April bis Juli 2008;
- - Frau Eva-Maria Kaus-Köster, seit Juli 2008 Geschäftsführerin der ARGE Hagen;
- - und namentlich nicht benannte weitere Verantwortliche der Stadt und ARGE Hagen.
wegen Nicht-Zahlung/ Nicht-Bewilligung der angemessenen, tatsächlichen Heizkosten gemäß § 22 SGB II.
Begründung
Die Stadt und ARGE Hagen haben von 2005 bis heute den Beziehern von ALG II und Grundsicherung die Heizkosten anhand der “für die Stadt Hagen festgelegten wirtschaftlichen Heizkostenwerte”, also pauschaliert bewilligt. Für die Festsetzung einer Heizkosten - Pauschale fehlt den SGB II/ SGB XII - Leistungsträgern aber eine Rechtsgrundlage. Die Festsetzung einer Pauschale ist daher rechtswidrig (siehe auch BSG Urteil vom 07.11.2006, - B 7b AS 18/06 R -). (Anlage 1). Auch die Bundesregierung hält die Pauschalierung der Heizkosten ohne Einzelfallprüfung für rechtswidrig, wie die Antwort auf die Anfrage einiger Bundestagsabgeordneter zeigt. (Anlage 2) Obwohl betroffene ALG II - und Grundsicherungsempfänger seit 2005 Widersprüche gegen die pauschalierte Erstattung der Heizkosten bei der ARGE Hagen einreichten und die Rechtswidrigkeit der Praxis der Stadt aufzeigten, geht diese bis heute weiter.
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