Der gute Sozialdemokrat
Ein Beitrag zum Themengebiet Armutsbewirtschaftung, geschrieben am 26. Februar 2009 von M.MaurerWie man hört soll das Urteil eines Landesarbeitsgerichts eine Kassiererin der Supermarktkette “Kaisers” wegen des Verdachts der Veruntreuung von Flaschenbons im Wert von 1,30 Euro, was deren Entlassung zur Foge hatte, rechtens sein.
(Wer klaut dem vertraut der Chef nicht mehr, und wem der Chef nicht mehr vertraut, den darf er entlassen. Dabei spielt es keine Rolle ob tatsächlich geklaut wird, sondern es genügt schon der “Verdacht”. Eigentlich prima für die Chefs, da lässt sich gut kündigen. Wie gesagt “das ist rechtens“).
Auf das daraufhin losgaloppierende Empörungspferd schwang sich unter anderem auch der, wie sollte es auch anders sein, “Sozialdemokrat” Wolfgang Thierse und nahm in seiner erregten Urteilskritik die Worte “barbarisch” und “asozial” in den Mund und bekam daraufhin vom ersten Volksverhetzer des Berliner Abgeordnetenhauses, dem “Freidemokraten” Martin Lindner verbal eins in die Fresse.
Der arme, gute Sozialdemokrat. Hat er das verdient?
Ich glaube schon, vielleicht wird er dann man wach denn, man hätte sich gewünscht das der gute Herr Thierse sich mit Einführung des “Hartz-IV-Gesetzes” ebenso empört hätte. Doch leider hielt er an dieser Stelle die Klappe, oder brummelte sich bestenfalls etwas in der Bart, damit es auch ja keiner hörte.
Mit Einführung dieser Jahrhundert-Tat sozialdemokratischer Politik ging es nämlich den Kindern von Sozialleistungsbeziehern ans Leder, genauer gesagt ans Essen. Es wurde ihnen, neben anderen Dingen, das Essen gekürtzt. [ www.kinderarmut-durch-hartz4.de ]
Was übrigens den Lindner angeht, so muss man feststellen das ihm und seinen Spießgesellen das Essen der Kinder der Unterschicht ebenso am Arsch vorbeigeht wie die Rechte von Arbeitnehmern. Hauptsache der Versicherungsbranche gehts gut.
Aber das ist eine andere Geschichte.
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