Was sind “Ein-Euro-Jobs”?
Ein Beitrag zum Themengebiet Armutsbewirtschaftung, geschrieben am 29. Juni 2009 von M.MaurerSozialversicherungspflichtige Arbeit sind sie jedenfalls nicht.
Immerhin kommt das Wörtchen “Sozial” vor wenn man weiss das diese “Jobs” dem Sozialrecht unterliegen und nicht, wie man leicht aus dem Gebrauch des Wortes “Jobs” schliessen könnte, dem Arbeitsrecht.
Rechtlich definiert werden sie als: “Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE)“.
Begründet hat sie die Koalition der Sozialkahlschläger damit:
“Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen, die keine Arbeit finden können wieder an Arbeit zu gewöhnen”.
In der heutigen Praxis sieht das “Geschäft” mit den “Ein-Euro-Jobbern” ungefähr so aus:
Man gründe eine so genannte “Trägergesellschaft”, akquiriere bei den chronisch unterfinanzierten Kommunen “Arbeitsgelegenheiten”, lasse sich von den “Armutsverwaltungsbehörden” eine große Zahl von Erwerbslosen zuteilen und vermiete sie dann als moderne Arbeitssklaven an die klammen Kommunen. Die Differenz zwischen den 500,- Euro welche man als Sklavenhändler von den “Armutsverwaltungsbehörden” als Verwaltungspauschale bekommt und den 130,- Euro welche man den Sklaven als Mehraufwandsentschädigung” zahlt streicht man als Träger ein. Selbst wenn ma die Eigenkosten noch abzieht bleibt noch reichlich für die eigene Tasche hängen.
Gelder für die Bereicherung von dubiosen Trägerfirmen aus dem Steuertopf.
Wenn man sich hier noch mal die Mühe macht und eine kleine Rechnung aufstellt:
Für einen Single im ALG II-Bezug zahlt der Steuerzahler ca. € 350,– dazu kommt in Berlin eine Wohnpauschale von ca. € 350,– und an die Sozialversicherungsträger (KV, PV, RV) noch ca. € 200,–. Dazu eine Pauschale an die Träger der MAEs von ca. € 500,– und was haben wir dann?
ca. € 1400,–, die man auch durchaus für einen sozialversicherten, subventionierten Teilzeitjob im Sektor Öffentlicher Dienst hinlegen könnte.
Das wollen die Sozialkahlschläger aber nicht. Raten sie mal warum?
Man braucht die “Hartz-IV-Sklaven” als Drohkulisse für die “noch” arbeitenden Menschen um deren Löhne besser nach unten drücken zu können.
Wenn sie mal einen SPD Funktionär rumlaufen und laut nach “Mindestlohn” schreien hören, so fragen sie ihn doch mal wie er es denn mit Hartz-IV und den “Ein-Euro-Jobs” hält. Wahrscheinlich wird er ihnen sagen das Hartz-IV die “Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe” sei, und deshalb “gut” sei.
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